Ayurveda-Ausbildung
Die Ayurveda-Ausbildung zum Ayurveda-Arzt dauert 5 Jahre und die Spezialisierung zum Facharzt nochmals 5 Jahre.
Die Studenten werden heute während dieser Ausbildung auch mit modernen schulmedizinischen Methoden wie Kernspintomographie, Dopplersonographie und Labordiagnostik sowie mit modernen ophthalmometrischen und ontologischen Methoden vertraut gemacht. Die modernen Ayurveda-Ärzte denken über Ayurveda-engineering, elektronische Pulsdiagnostik und spektrometrische Doshazuordnung nach. Evidence based medicine ist den modernen Ayurveda-Ärzten vertraut. In den modernen Ayurveda-Kliniken gibt es jetzt die ersten Intensivstationen.
Es gibt eine Reihe von Forschern und Ärzten in Indien, die versuchen, die westliche Medizin und die Ayurveda-Medizin zusammen zu führen. Nach unserer Ansicht wird diese Form der Komplementärmedizin, die Medizin der Zukunft sein.
65 % der indischen Bevölkerung werden mit der Ayurveda-Medizin basisversorgt. Dabei ist Ayurveda-Medizin nicht mehr nur die Armeleutemedizin. Das Versorgungsnetz ist relativ eng und letztendlich für die Gesundheitsversorgung Indiens wesentlich mit verantwortlich.
Es gibt in Indien derzeit etwa 380.000 registrierte medizinische praktische Ayurveda-Ärzte, 2.500 Ayurveda-Hospitäler mit 33.200 Betten. Es gibt 200 Ausbildungsinstitutionen für die Basisausbildung und für die Fortgeschrittenen weitere 60 Ausbildungsmöglichkeiten. Neben der Schulmedizin gibt es in Indien folgende Medizinsysteme, die in Hochschulen vermittelt werden: Ayurveda, Unani, Siddha, Homöopathie. Daneben gibt es Ausbildungsstätten für Yoga und Naturopathie. Yoga und Ayurveda unterscheiden sich im wesentlichen dadurch, dass Yoga eine Therapievermittlung ohne Medikamente bedeutet, während die Ayurveda-Medizin Medikamente zulässt.
