Ayurveda als komplementäre Medizin
Die konventionelle Medizin reicht im Augenblick nicht aus
Die konventionelle Medizin reicht im Augenblick nicht aus, um die Probleme der Langzeitbehandlung vor allem chronischer Erkrankungen zu lösen, wie zum Beispiel Arthritis, Lifestyle-Erkrankungen, kardiovaskuläre Störungen, Hauterkrankungen, gastrointestinale Störungen, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Erkrankungen. Viele Patienten suchen nach Alternativen oder komplementären Verfahren. Ungefähr 93 % der Europäer haben komplementäre Medizin benutzt. Diese Methoden sind niemals evidence based medicine untersucht worden. Niemand weiß heute, ob diese Methoden wirksamer sind als Placebos. Die Probleme der Kurz- und Langzeitnebenwirkungen müssen bedacht werden. Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, universitätsbasiert die Behandlungsmethoden der Komplementärmedizin zu überprüfen, so wie wir es tun. In der Ayurveda-Medizin werden pflanzliche Produkte verwandt. In den ärmeren Ländern dienen sie vor allem zur Basisversorgung der Bevölkerung, zum Beispiel Amazonasgebiet Südamerika, in China, in Indien, in Indonesien, in Teilen Russlands und in Teilen Afrikas. In Asien steigt die Nachfrage der Pflanzenmedikamente deutlich mehr als die nach allopathischen Substanzen.
Globale Verbreitung indischer Ayurvedaprodukte
Weltweit werden 50 % der Ayurvedaprodukte nach Europa exportiert. In Europa werden die meisten Produkte, nämlich 22 %, in Deutschland verkauft. In Deutschland gibt es inzwischen einen relativ hohen Ausbildungsstandard in der Ayurvedamedizin und eine Reihe privater Behandlungsmöglichkeiten, die aber nicht in der Lage sind, Patienten zu betreuen, die einer Krankenhausbehandlung bedürfen.
