Lebenslauf
Prof. Dr. Horst Przuntek
- 1955 - 1962
- Ausbildung in Architektur und freier Mitarbeiter des Architekten Prof. Hermann Zelger, Innsbruck. Projekte in Deutschland, Italien und Österreich
- 1961
- Abitur auf dem zweiten Bildungsweg
- 1961 - 1967
- Medizinstudium an den Universitäten Freiburg, Hamburg, Lübeck und Essen
- 1968 - 1970
- Medizinalassistent in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Psychiatrie und Pharmakologie
- 1965 - 1972
- Wissenschaftliches Arbeiten als Doktorand, Medizinalassistent und wissenschaftlicher Assistent in den Instituten für Pharmakologie Essen, Würzburg und Göteborg (Schweden) Forschungsschwerpunkte: Beeinflussung der Speicherung von Neurotransmittern, Metabolismus von Neurotransmittern sowie in vivo Untersuchungen zur Bedeutung des Gehirns bei der zentralen Blutdruckregulation
- 1972
- Wissenschaftlicher Assistent in der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg (Direktor Prof. Dr. H.G. Mertens)
Klinische Schwerpunkte:
Morbus Parkinson, Morbus Wilson, Morbus Huntington, Choreoathetose, Myoklonien, Dystonien, zerebrale Durchblutungsstörungen.
Forschungsschwerpunkte:
Neuropharmakologie (extrapyramidale Störungen, zentrale Neurotransmitterstörungen, biogene Amine, Acetylcholin, GABA, Peptide), experimentelle Encephalomyelitis und Neurogenetik, Sila-Pharmaka.
Klinische Studien:
Wirkungsweise von L-Dopa, Dopaminergika, MAO-B-Hemmern, Diphenylpiperidinen (Prodipin, Budipin). - 1978
- Habilitation im Fach Neurologie, Ernennung zum Privatdozenten für Neurologie und Oberarzt der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg
- 1978
- Leiter des Neurochemischen Forschungslabors der Neurologischen Abteilung der Universitätsklinik Würzburg
- 1980
- Berufung zum Universitätsprofessor auf Lebenszeit; Leiter der Neurologischen Poliklinik der Universität Würzburg
- 1986
- Berufung uni sono in primo loco zum Ordinarius für Neurologie an der Ruhr-Universität Bochum, gleichzeitig Direktor der Neurologischen Universitätsklinik im St. Josef-Hospital Bochum.
- 1986 - 2006
- trägt Herr Prof. Dr. Dr. Przuntek erheblich zur Weiterentwicklung der Neurologischen Klinik bei. Unter seiner Leitung werden folgende Abteilungen, Labors und Ambulanzen eingerichtet:
- Abteilung für immunologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Guillain-Barré-Syndrom, Myasthenie, Kollagenosen).
- Abteilung für extrapyramidale Störungen (Morbus Parkinson, Multisystematrophie, Myoklonien, Tremor, Choreoathetose, Tics)
- Stroke Unit mit 8 Akutbetten und 11 Postakutbetten.
- Intensivstation mit 3 Beatmungsbetten und der Möglichkeit der Plasmaphorese und Liquorphorese.
- Abteilung für kognitive Störungen (Morbus Alzheimer und andere Demenzen).
- Ambulanz für allgemeine Neurologie.
- Spezialambulanzen für Dystonien (Botulinum-Toxin-Therapie), zerebelläre Vorderhorn-, neuromuskuläre und extrapyramidale Erkrankungen.
- Laboratorien für Liquoranalyse, Neurochemie, Kinesiologie, vegetative Neurologie, Dopplersonographie, Neuropsychologie und Ausbau des elektrophysiologischen Labors.
Folgende Zentren wurden gegründet:
das Huntington-Zentrum NRW, zusammen mit Herrn Prof. Dr. Epplen Humangenetik, das Muskelzentrum Rhein-Ruhr der Universität, das Zentrum für Klinische Studien.
Die Anzahl der Betten werden in der Neurologischen Klinik von 70 auf 93 erhöht.
geb. am 05.12.1938 in Bielefeld
Herr Prof. Dr. Dr. Przuntek entwickelt die Grundlage für eine moderne, hochspezifische Klinik. Dies führte dazu, dass in dem Zeitraum von 1986 bis 2006 die Zahl der stationären Patienten pro Zeiteinheit auf das Vierfache steigt. Als Forscher hat er einen internationalen, hervorragenden Ruf. An der Ruhr-Universität ist er hochschulpolitisch sehr engagiert. Er ist Mitglied in vielen Ausschüssen der Universität. Er veröffentlichte während seiner wissenschaftlichen Tätigkeit mehr als 500 Publikationen. Auf der Bibliometrieliste der Medizinischen Fakultät nimmt er unter den Universitätskliniken stets den ersten Platz ein. Aufgrund seiner hohen fachlichen Fähigkeiten und seiner großen sozialen Kompetenz und seiner Persönlichkeit erweist er sich als kompetenter Direktor der Neurologischen Universitätsklinik. Er setzt sich sehr früh für die Umstrukturierung des Pflegedienstes ein.
- Am 31.07.2006
- beendete Herr Prof. Dr. Dr. Przuntek seine Tätigkeit in der Neurologischen Universitätsklinik am St. Josef-Hospital Bochum. Er wird zum ersten Seniorprofessor der Medizinischen Fakultät Bochum gewählt.
- Seit 1997
- Leiter der Klinischen Abteilung des Huntington-Zentrums NRW
- 1999
- Auml;rztlicher Direktor des Rehabilitationszentrums für Neurologie, Orthopädie, Psychosomatik und Kardiologie in Feldberg/Mecklenburg-Vorpommern
- seit 2000
- Vorstand der Deutschen Parkinson Gesellschaft
- seit 2001
- Mitglied der Internationalen Graduate School for Neuroscience der Ruhr-Universität Bochum
- 2003
- Mitglied des Zentrum für Medizintechnik, Ruhr-Universität Bochum
- 2003
- Mitglied des Zentrums für ökonomische Gesundheitsversorgung der Ruhr-Universität Bochum
- 2004
- Wissenschaftlicher Beirat des O.VISION Zentrums für präventive Medizin Oberhausen
- 2005
- Mitbegründer und Vizepräsident der GESENT (German Society for
Experimental and Clinical Neurotherapeutics) - 2005
- Beiratsmitglied des Forums für kommunikative Bauwissenschaften: Bauwissenschaftliche Fakultät der Universität Duisburg Essen
- 2006
- Begründer des Zentrums für Klinische Neurogenetik am St. Josef-Hospital Bochum der Ruhr-Universität Bochum
- 2006
- Begründer des Zentrums für klinische Neurotoxikologie, präventive und regenerative Medizin in Bochum
- 2007
- Mitbegründer der European Ayurveda Society
- 2007
- Mitarbeiter im arte Gesundheitszentrum Duisburg
- 2009
- Leiter der Abteilung für Neurologie und Komplementärmedizin im Ev. Krankenhaus Hattingen.
- 2009
- Ayush Chairman for Ayurveda Research and Health Care System New Delhi/Indien
- 2009
- Leiter des Beirats für Klinische Forschung der European Medical Association of Ayurveda. Leiter des Wissenschaftlichen Beirats für Ayurveda-Forschung im Europäischen Institut für Ayurveda Berlin
- 2009
- Begründer des Europäischen Netzwerkes für Universitäre Ayurveda-Erziehung und Ayurveda-Forschung
Bochum, den 06.07.2009
