Struktur der Abteilung für
Neurologie
und Komplementärmedizin
Therapie
Da vornehmlich Patienten mit motorischen Störungen aufgenommen werden, wie zum Beispiel Morbus Parkinson, Multiple Sklerose und entzündlich vermittelte Polyneuropathien, liegt der Schwerpunkt der Behandlung in der Therapie dieser Patienten. Neben der schulmedizinisch basierten Medikamententherapie wird additiv schwerpunktmäßig die Therapie mit Yoga, Massagen, Krankengymnastik, Ergotherapie, Sporttherapie, Logopädie und Psychotherapie betrieben. Weiterhin erfolgt eine diätetische Ernährung. Es sind an europäische Verhältnisse angepasste ayurvedische Speisen, welche Diabetes verträglich und gewichtsausgleichend sind. Die Ernährung ist vorwiegend vegetarisch ausgerichtet.
Morbus Parkinson
Nach den pathoanatomischen Untersuchungen von H. Braak und K. Del Tredici, den epidemiologischen Untersuchungen von A. Korczyn und den klinischen Klassifizierungen von H. Przuntek, Th. Müller und P. Riederer setzt sich allmählich die Meinung durch, dass der Morbus Parkinson sich frühzeitig im Bereich des Riechorgans und des Magendarmtraktes beginnt. Es wird angenommen, dass die Magendarmstörungen mindestens zwölf Jahre den motorischen Störungen vorausgehen. Dies deckt sich auch mit den Anschauungen der indischen Medizin, die bereits vor zweitausend Jahren neben detoxifizierenden Maßnahmen L-Dopa haltige Präparate, Dopaminergica, MAO- B Hemmer, Acetylcholinesterasehemmer und Psyllium als Laxans verordnet haben. Wir greifen die indische Erfahrung auf und behandeln erfolgreich die Riechstörungen und Störungen des Magendarmtraktes. Da allgemein angenommen wird, dass die Mehrzahl der Parkinsonkrankheiten durch eine genetische Komponente und eine chronische Intoxikation zustande kommen, versuchen wir die toxische Komponente anzugehen, zumal die genetische Ursache jetzt nicht behandelbar ist.
Detoxifikation
Da wir davon ausgehen, dass Gifte wesentlich am Zustandekommen von chronischen Erkrankungen beteiligt sind, besteht je nach Diagnose und Therapiebedarf die Detoxifikation mit Massagen, Dampftherapie, therapeutischen Einläufen und Nasenspülungen.
Arbeitsgruppe
Der Arbeitsgruppe auf der Station gehören neben 5 Ärzten, 10 erfahrene Schwestern und Pfleger, 8 Therapeuten und eine Psychologin an. Siehe Mitarbeiter
Behandlungsschwerpunkt
Schwerpunktmäßig betreuen wir Patienten mit extrapyramidalen Störungen, insbesondere Morbus Parkinson. Patienten mit immunologischen Störungen wie Multiple Sklerose, Kollagenosen, entzündlichen Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Kopfschmerzen, vor allem chronische Kopfschmerzen, die als therapieresistent erscheinen. Chronische Schmerzen im Bereich der HWS und LWS, darüber hinaus die Behandlung eines akut drohenden Schlaganfalles.
Patienten
Grundsätzlich werden nur Patienten mit neurologischen Erkrankungen aufgenommen, bei denen die Aussicht besteht, dass eine stationäre Betreuung wesentlich zur Besserung in der Befindlichkeit des Patienten beiträgt. Die Patienten werden betreut von vier schulmedizinisch ausgebildeten Ärzten, einem Ayurveda-Arzt übernimmt die ayurvedische Konsultation.
